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Keinen Betroffenen abschreiben – wie neue Therapien das Leben mit chronischer Aphasie verbessern können

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Etwa 30 % der Menschen, die einen Schlaganfall überleben, leiden anschließend an einer Aphasie. Aufgrund der Sprachstörung sind sie mit zahlreichen Einschränkungen konfrontiert und, wenn diese andauert, häufig auf sich selbst gestellt. Doch nun zeigte die Studie FCET2EC zum ersten Mal mit einer hohen wissenschaftlichen Sicherheit, dass eine intensive Sprachtherapie diesen Menschen helfen kann. Wir sprachen mit der Co-Autorin der Studie und Studiendekanin für Logopädie (B.Sc.) an der Hochschule Fresenius in Idstein Prof. Dr. Tanja Grewe. Im zweiten Teil unseres Interviews spricht sie darüber, wie diese mithilfe des Therapiemanuals ESKOPA-TM Eingang in die logopädische Praxis finden kann, und wirft einen Blick auf eine Folgestudie, in der Betroffene eine intensive Sprachtherapie mit einer Gleichstromstimulation erhalten.
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Ein Gewinn für das Leben – wie eine intensive Sprachtherapie bei chronischer Aphasie helfen kann

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Jedes Jahr erleiden in Deutschland rund 270.000 Menschen einen Schlaganfall. Etwa 30 % derer, die ihn überleben, sind anschließend von einer Aphasie betroffen. Sie können nicht richtig sprechen oder sich mit ihrem Umfeld austauschen, nicht richtig schreiben und lesen. Dabei sind sie, wenn die Sprachstörung dauerhaft ist, oft auf sich selbst gestellt. Die international beachtete Studie FCET2EC zeigt nun aber erstmals auf eine wissenschaftlich gesicherte Weise, dass eine intensive Sprachtherapie das Sprachvermögen von Menschen mit einer chronischen Aphasie noch Monate und Jahre nach dem Schlaganfall signifikant verbessern kann.
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… Eltern sein dagegen sehr – Psychische Störungen bei Müttern und Vätern

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Mit der Geburt eines Kindes beginnt für die frischgebackenen Eltern eine emotionale Zeit. Weinkrämpfe, Reizbarkeit und Glücksgefühle gehen manchmal fließend ineinander über: Den Babyblues durchleben schätzungsweise 40 bis 80 Prozent der Mütter in den Tagen nach der Geburt. Die Symptome vergehen typischerweise von alleine, eine Behandlung ist nicht erforderlich. Im Zusammenhang mit der Geburt eines Kindes können bei Müttern und Vätern jedoch auch ernsthafte psychische Störungen auftreten. Darüber sprach Prof. Dr. Tobias Weigl in seiner Antrittsvorlesung an der Hochschule Fresenius in Düsseldorf. Im adhibeo-Interview erläutert der Professor für klinische Psychologie, warum die psychischen Störungen auftreten und wer besonders gefährdet ist.
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Der Schrei des Säuglings – und was er uns über Störungsbilder mitteilt

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Immer wieder geschieht es, dass Kinder offensichtlich viele Jahre ein Entwicklungsproblem mit sich herumtragen, dieses aber offenbar schwer zu fassen ist. Die Diagnose, dass das betroffene Kind beispielsweise an einem Syndrom, also einer angeborenen genetischen Abweichung, die die Entwicklung stört, leidet, folgt dann eventuell erst im Schulalter. Auch eine Fehlbildung der Artikulationsorgane, eine frühkindliche neurologische Störung oder eine Hörstörung können vorliegen. Ein sich gerade in der Entwicklung befindliches Analyseverfahren könnte den Leidensweg der Betroffenen und ihrer Angehörigen abkürzen: Die Analyse des Säuglingsschreis.
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Dysgrammatismus: Was tun, wenn ein Kind nicht richtig spricht?

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Sprachentwicklungsstörungen, wie der Dysgrammatismus, zählen zu den häufigsten Entwicklungsstörungen des Kindesalters. Sie können ohne eine geeignete Therapie nicht nur zu sozialen und emotionalen Problemen führen, sondern mindern auch spätere Chancen in Beruf und Ausbildung. Deshalb engagiert sich Maike Gumpert, Studiengangskoordinatorin für Logopädie (B.Sc.) an der Hochschule Fresenius, für mehr Diagnostikmöglichkeiten und Therapieoptionen. Nun sprach sie mit adhibeo über die Erscheinungsformen und Ursachen des Dysgrammatismus – und darüber, wie man betroffenen Kindern gezielt helfen kann.
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Mehr Stroke Units in Krankenhäusern mit gut ausgebildeten Sprachtherapeuten würden Risiken von Schluckstörungen deutlich mindern

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Die Häufigkeit von Dysphagien, also Schluckstörungen, in Deutschland wird unterschätzt, sagt Prof. Dr. Christiane Lücking von der Hochschule Fresenius in Hamburg. Sie sagt auch, dass zu wenige Krankenhäuser über so genannte Stroke Units verfügen, wo rechtzeitig Schluckscreenings von spezialisierten Sprachtherapeuten vorgenommen werden.
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Interprofessionelles Lernen in den Gesundheitsberufen

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Mit dem Programm „Operation Team – Interprofessionelles Lernen in den Gesundheitsberufen“ fördert die Robert Bosch Stiftung die Entwicklung, Umsetzung und strukturelle Verankerung interprofessioneller Lehrangebote für die Gesundheitsberufe. Interprofessionelle Lerneinheiten sollen so zu einem regulären Bestandteil der Ausbildung in allen Gesundheitsberufen werden. Das Förderprogramm wurde an der Hochschule Fresenius unter der Leitung von Prof. Dr. Lukas Nock evaluiert. Bei adhibeo berichtet er uns über seine Arbeit.
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Der Gipsverband aus dem 3D-Drucker

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Wer schon einmal einen gebrochenen Arm oder ein gebrochenes Bein hatte, kennt die Behandlung mit Gipsverbänden und welche Schwierigkeiten diese mit sich bringt: Der Gips ist eng, unhandlich und wenn es juckt, kommt man nicht gut an die betroffenen Stellen heran. Vom Waschen ganz zu schweigen! Moritz Rath, Absolvent der Hochschule Fresenius in Hamburg, hat sich in seiner Bachelor- und Masterarbeit mit einer innovativen Lösung für dieses Problem auseinandergesetzt – und einen maßangefertigten Gipsverband aus dem 3D-Drucker entwickelt. Darüber haben wir mit ihm gesprochen.