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Scheinbar gut versorgt

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Im gesundheitlichen Notfall muss man in Deutschland eigentlich keine Angst haben: 98 von 100 Deutschen erreichen in 20 Minuten oder weniger das nächste Krankenhaus. Doch was erwartet sie dort? Nicht ausreichend qualifiziertes Notfallpersonal – zumindest in einigen ländlichen Krankenhäusern sei dies der Fall, berichtet Prof. Dr. Andreas Beivers, Studiendekan Health Economics an der Hochschule Fresenius München. In einem aktuellen Beitrag weisen er und zwei Kollegen auf diese Missstände hin und zeigen Wege auf, sie zu beseitigen. Ihre Ideen haben sie nun dem Bayerischen Landgesundheitsrat präsentiert.
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Faule Rabatte

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Täglich beraten deutsche Apothekerinnen und Apotheker rund vier Millionen Kunden. Eine Hauptaufgabe dabei: Verunsicherung beseitigen. Viele Patienten reagieren nämlich mit Skepsis, wenn ihnen die Krankenkasse plötzlich ein anderes Medikament verordnet – nur weil der Rabattvertrag mit dem Hersteller des bisherigen Produkts ausgelaufen ist. Das sei für den Heilungsprozess nicht förderlich, warnt Prof. Dr. Uwe May, Gesundheitsökonom an der Hochschule Fresenius Idstein. Er stützt sich dabei auf die Ergebnisse eines studentischen Forschungsprojekts: Danach wird bei Depressionspatienten das Risiko einer Krankenhauseinweisung nach einem Medikamentenwechsel um 57 Prozent gesteigert.