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Über die Zukunft der ärztlichen Versorgung – Eine Nachlese zu einem Vortrag an der HS Fresenius Hamburg

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Am 1. Januar 2012 trat das neue Versorgungsstrukturgesetz in Kraft. Für ein Flächenland wie Schleswig-Holstein, das ländlich geprägt ist und dem zukünftig ein Ärztemangel droht, ergeben sich dadurch neue Herausforderungen. Wie man ihnen begegnen kann, erläuterte Dominik Völk, Stellvertretender Referatsleiter im Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein, in einem Vortrag an der Hochschule Fresenius Hamburg. 
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„Wir sind Zeugen eines Wandels“

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Es herrscht Fachkräftemangel in Deutschland. Das gilt auch für die Gesundheitsbranche. Gerade in Krankenhäusern wird händeringend nach gut ausgebildetem Fach- und Führungsnachwuchs gesucht, der sowohl die ökonomische als auch die medizinische Seite versteht. Bislang haben meist die Chefärzte diese Position ausgefüllt. In Zukunft könnten diesen Job aber Gesundheitsökonomen übernehmen, erklärt Prof. Dr. Andreas Beivers, Studiendekan für Gesundheitsökonomie an der Hochschule Fresenius München, im Interview. Allerdings müssten die Krankenhäuser sich dann besser auf die Bedürfnisse der heutigen Absolventengeneration einstellen.
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Scheinbar gut versorgt

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Im gesundheitlichen Notfall muss man in Deutschland eigentlich keine Angst haben: 98 von 100 Deutschen erreichen in 20 Minuten oder weniger das nächste Krankenhaus. Doch was erwartet sie dort? Nicht ausreichend qualifiziertes Notfallpersonal – zumindest in einigen ländlichen Krankenhäusern sei dies der Fall, berichtet Prof. Dr. Andreas Beivers, Studiendekan Health Economics an der Hochschule Fresenius München. In einem aktuellen Beitrag weisen er und zwei Kollegen auf diese Missstände hin und zeigen Wege auf, sie zu beseitigen. Ihre Ideen haben sie nun dem Bayerischen Landgesundheitsrat präsentiert.
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Faule Rabatte

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Täglich beraten deutsche Apothekerinnen und Apotheker rund vier Millionen Kunden. Eine Hauptaufgabe dabei: Verunsicherung beseitigen. Viele Patienten reagieren nämlich mit Skepsis, wenn ihnen die Krankenkasse plötzlich ein anderes Medikament verordnet – nur weil der Rabattvertrag mit dem Hersteller des bisherigen Produkts ausgelaufen ist. Das sei für den Heilungsprozess nicht förderlich, warnt Prof. Dr. Uwe May, Gesundheitsökonom an der Hochschule Fresenius Idstein. Er stützt sich dabei auf die Ergebnisse eines studentischen Forschungsprojekts: Danach wird bei Depressionspatienten das Risiko einer Krankenhauseinweisung nach einem Medikamentenwechsel um 57 Prozent gesteigert.