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Entscheidendes Dokument

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Das tragische Schicksal von Rennfahrlegende Michael Schumacher zeigt: Es gibt Situationen, in denen ein Mensch nicht mehr in der Lage ist, über den Fortgang seines Lebens zu entscheiden. Deshalb sollte man sich frühzeitig mit dem Thema Patientenverfügung auseinandersetzen. Denn nur wenn ein solches Dokument vorliegt, können Angehörige dem Wunsch eines entscheidungsunfähigen Patienten entsprechen. Leider machen von dieser Möglichkeit nur wenige Deutsche Gebrauch – auch weil die Informationslage in Sachen Patientenverfügung schlecht ist.
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„Die Medizin im Allgemeinen muss viel geschlechtsspezifischer werden“

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Der soziale Faktor Geschlecht spielt auch im Gesundheitswesen eine wesentliche Rolle, das belegen zahlreiche Studien. Im Jahrbuch Gendergesundheit sind die wichtigsten Ergebnisse zusammengefasst. Prof. Dr. Clarissa Kurscheid, Studiendekanin Gesundheitsökonomie an der Hochschule Fresenius Köln, hat das Buch mitherausgegeben. Im Interview spricht sie über das unterschiedliche Behandlungsverhalten männlicher und weiblicher Ärzte, die geschlechtsspezifische Wirkung von Medikamenten und die zukünftigen Inhalte von Beipackzetteln.

„AIDS ist immer noch eine ernstzunehmende und weit verbreitete Krankheit“

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Dank entsprechender Medikamentenversorgung und einer verbesserten Zusammenarbeit im Gesundheitssektor ist der Verlauf der Krankheit AIDS heute deutlich abgemildert. Das weiß auch Prof. Dr. Andreas Beivers, Studiendekan Gesundheitsökonomie an der Hochschule Fresenius München. Als Referent war er vor kurzem auf den 15. Münchner AIDS- und Hepatitis-Tagen zu Gast. Im Interview spricht Beivers über die Inhalte seines Vortrags – und warnt trotz einer positiven Entwicklung davor, die Krankheit AIDS zu unterschätzen.
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„Die neuen Gesundheitsberufe stellen eine Möglichkeit dar, dem Versorgungsauftrag auch zukünftig nachzukommen“

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Die Hochschule Fresenius beruft sich darauf, mit dem Fachbereich Gesundheit & Soziales, als eine der ersten Hochschulen Deutschlands den Schritt in Richtung Professionalisierung durch Akademisierung der Gesundheitsberufe gewagt zu haben. Mit neuen, innovativen und an die Bedingungen des Arbeitsmarktes angepassten Studiengängen will sie diesen Weg konsequent weitergehen und den Wandel im Gesundheitswesen aktiv mitgestalten. Dass es eines solchen Wandels bedarf, beweist der unlängst veröffentlichte AOK-Krankenhausreport. Liegt die Gefahr neuer Studienprogramme aber nicht darin, dass junge Menschen für Berufe ausgebildet werden, die sich dann möglicherweise nicht etablieren? Eine Befragung derjenigen, die im Gesundheitsbereich beschäftigt sind, könnte Aufschluss darüber geben, woran es fehlt, was nötig ist und letztlich auch darüber, was einen Studiengang nachhaltig macht. So geschehen im Fachbereich Gesundheit & Soziales, der sich der Verantwortung seinen Studierenden gegenüber bewusst ist. Daniela Hog, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Dekanat des Fachbereichs, fragt: „Brauchen wir neue Jobs?“ und untersucht mit der Studie: „Fachkräftemangel in deutschen Krankenhäusern“ den Bedarf an und die Akzeptanz von neuen Gesundheitsberufen.
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„Jeder Tote ist einer zu viel“

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„19 000 Tote jährlich durch Fehler und Schlampigkeit im Krankenhaus“, so titelten zahlreiche deutsche Medien in dieser Woche und bezogen sich dabei auf den AOK-Krankenhaus-Report. Dieser offenbart zweifellos die Mängel im deutschen Krankenhauswesen – müsse aber auch richtig interpretiert werden, sagt Prof. Dr. Andreas Beivers, Studiendekan Gesundheitsökonomie an der Hochschule Fresenius München. Als Mitglied des Editorial Boards hat er den Report mitgestaltet und darin auch einen Beitrag zum privaten Krankenhaussektor veröffentlicht. Dieser werde zu Unrecht für die Qualitätsmisere im deutschen Krankenhauswesen mitverantwortlich gemacht, wie er im Interview mit adhibeo erklärt.
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Eine App für mehr Anerkennung

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Lernen bedeutet heute längst nicht mehr Pauken über dicken Wälzern. Die modernen Medien halten Einzug in Klassenzimmer und Hochschulen und werden von Dozierenden und Studierenden gleichermaßen genutzt. Aus diesem Grund haben die Hochschule Fresenius, die Ludwig Fresenius Schulen und die COGNOS AG gemeinsam mit Lehrenden und Studierenden eine Physiotherapie-App entwickelt. Entstanden ist ein kleines mobiles Nachschlagewerk für Ausbildung, Studium und Beruf: PhysiotherAPPy zeigt in 18 Videos ausgewählte evidenzbasierte Testverfahren, die angehende und berufstätige Physiotherapeuten im Lernprozess und bei der täglichen Arbeit unterstützen sollen. Gleichzeitig räumt die App mit dem Klischee auf, die Physiotherapie bestünde nur aus Beugen und Strecken und sei einfach zu praktizieren. Die App richtet sich ausdrücklich nur an Vertreter des Fachs.
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Mehr als nur Beschäftigung

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Trotz einer fortschreitenden Akademisierung genießt die Ergotherapie in Deutschland noch nicht den Stellenwert, den sie verdient. Man solle sich hier Japan zum Vorbild nehmen, fordert Sandra Leineweber, Studentin der Ergotherapie an der Hochschule Fresenius Idstein. Während eines Aufenthalts an der University of Health and Welfare in Takasaki ist die 21-Jährige mit dem dortigen Behandlungssystem in Berührung gekommen – und hat es anschließend mit dem deutschen verglichen. Im Interview spricht Leineweber, die sich aktiv im Deutschen Verband der Ergotherapeuten engagiert, über die Ergebnisse dieser Arbeit. 
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„Die meisten Deutschen haben nun eine HELIOS Klinik in ihrer Nähe“

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Der europäische Krankenhausmarkt hat einen neuen Big Player: HELIOS Kliniken, eine Tochter des Fresenius-Konzerns, hat die Mehrzahl der Rhön-Kliniken gekauft. Damit steigt der Umsatz der HELIOS Kliniken Gruppe schlagartig auf rund 5,5 Milliarden Euro, wodurch sie sich zum größten privaten Krankenhausbetreiber Europas aufschwingt. Prof. Dr. Andreas Beivers, Studiendekan für Gesundheitsökonomie an der Hochschule Fresenius München, ist Mitautor der Studie „Bedeutung der Krankenhäuser in privater Trägerschaft“. Im Interview erklärt er, was die Übernahme für Patienten und Beschäftigte bedeutet – und welchem Missverständnis viele Deutsche in diesem Zusammenhang aufsitzen.
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Über die Zukunft der ärztlichen Versorgung – Eine Nachlese zu einem Vortrag an der HS Fresenius Hamburg

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Am 1. Januar 2012 trat das neue Versorgungsstrukturgesetz in Kraft. Für ein Flächenland wie Schleswig-Holstein, das ländlich geprägt ist und dem zukünftig ein Ärztemangel droht, ergeben sich dadurch neue Herausforderungen. Wie man ihnen begegnen kann, erläuterte Dominik Völk, Stellvertretender Referatsleiter im Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein, in einem Vortrag an der Hochschule Fresenius Hamburg.