Einträge von Juliane Mischer

„Wohnen macht arm“ – über Wohnungsnot und Baustau

Starkes Bevölkerungswachstum in den größten Städten Deutschlands, weniger Wohnfläche pro Person in den Metropolen, Deutschland im Baustau – das Statistische Bundesamt veröffentlichte kürzlich neue Daten zum Wohnen und Bauen und kam dabei zu diesen Kernergebnissen. Wir haben darüber mit Dr. Bernd Hoepfner, Studiendekan für Immobilienwirtschaft (B.A.) an der Hochschule Fresenius in Berlin und Hamburg, gesprochen. Im ersten Teil des Interviews geht es darum, wie groß die Wohnungsnot in den Städten wirklich ist und wie dem Problem begegnet werden kann.

Psychisch gesünder dank Rente

Das Renteneintrittsalter ist in den vergangenen Jahren nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen europäischen Ländern angehoben worden. Die Bundesbank schlug kürzlich sogar vor, hierzulande zukünftig erst mit knapp 70 Jahren in Rente zu gehen. Wie wirkt sich das auf Arbeitnehmer und deren Gesundheit aus? Dr. Ingo Kolodziej, externer Lehrbeauftragter an der Hochschule Fresenius in Düsseldorf, hat gemeinsam mit Dr. Pilar García-Gómez von der Erasmus University Rotterdam untersucht, welchen Effekt die Rente auf die psychische Gesundheit hat. Von den Ergebnissen berichtet er im adhibeo-Interview.

„Arbeitgeber müssen eine Unternehmenskultur schaffen, die Mitarbeiter aktiv einbindet“

Psychische Störungen waren im vergangenen Jahr der mit Abstand häufigste Grund für Neueintritte in die Erwerbsminderungsrente, wie aus den statistischen Erhebungen der Deutschen Rentenversicherung hervorgeht. Die früher erhobenen Indikatoren der Krankenkassen (zum Beispiel von der AOK) weisen auf, dass sich seit den 1990er Jahren immer mehr Menschen aufgrund von psychischen Erkrankungen nicht in der Lage fühlen, arbeiten zu gehen. Kurzum: Psychische Erkrankungen sind kein Randphänomen mehr, sondern können fast jeden (be-)treffen. Wie können Unternehmen auf diese Entwicklungen reagieren? In ihrer Antrittsvorlesung an der Hochschule Fresenius Berlin diskutierte Prof. Dr. Bianca Ksienzyk-Kreuziger Job-Crafting – das selbst initiierte Gestalten der eigenen Arbeit – als einen Weg, um die psychische Gesundheit von Mitarbeitern zu fördern. Im adhibeo-Interview erklärt sie, worum es dabei geht.

… Eltern sein dagegen sehr – Psychische Störungen bei Müttern und Vätern

Mit der Geburt eines Kindes beginnt für die frischgebackenen Eltern eine emotionale Zeit. Weinkrämpfe, Reizbarkeit und Glücksgefühle gehen manchmal fließend ineinander über: Den Babyblues durchleben schätzungsweise 40 bis 80 Prozent der Mütter in den Tagen nach der Geburt. Die Symptome vergehen typischerweise von alleine, eine Behandlung ist nicht erforderlich. Im Zusammenhang mit der Geburt eines Kindes können bei Müttern und Vätern jedoch auch ernsthafte psychische Störungen auftreten. Darüber sprach Prof. Dr. Tobias Weigl in seiner Antrittsvorlesung an der Hochschule Fresenius in Düsseldorf. Im adhibeo-Interview erläutert der Professor für klinische Psychologie, warum die psychischen Störungen auftreten und wer besonders gefährdet ist.

Künstliche Intelligenz – nachhaltigere und ethische Innovationen im und durch Design?

Aktuell führt Künstliche Intelligenz als Technologie zu einem Umschwung in verschiedenen Branchen und wird mit hohen Investitionen vorangetrieben. Doch inwieweit haben die aktuellen Entwicklungen auch Auswirkungen auf das Design und die Design- bzw. Kreativwirtschaft? Und inwieweit werden hierdurch ethische, verantwortliche und nachhaltige Design Innovationen vorangetrieben? Zusammen mit der Volkswagen Stiftung haben die Hochschule Fresenius und mehrere Alumni der AMD Akademie Mode & Design unter der Leitung von Prof. Ingo Rollwagen das explorative Forschungsprojekt „AI based ethical and sustainable design innovation“ durchgeführt, um diese Fragen zu klären. Im adhibeo-Interview erklärt Prof. Rollwagen, warum er für den Ausbau von Künstlicher Intelligenz im Bereich Design plädiert.

„Unternehmen sollten ihren Anteil an der Fürsorge für Lebewesen, zukünftige Generationen und die Natur übernehmen“

Klimakrise, Globalisierung, digitale Transformation – die Welt muss sich einer Vielzahl an massiven Herausforderungen stellen. ‚Business as usual‘ ist dabei auch für Unternehmen keine Option. „Wir müssen mehr Verantwortung übernehmen: für Lebewesen, zukünftige Generationen und die Natur“, sagt Prof. Dr. Anke Turner, Professorin für Internationales Management an der Hochschule Fresenius in Hamburg. Im adhibeo-Interview erklärt sie, warum die indische Vedanta-Philosophie Managern dabei helfen kann, verantwortungsbewusster und fürsorglicher zu handeln.

Der Gipsverband aus dem 3D-Drucker

Wer schon einmal einen gebrochenen Arm oder ein gebrochenes Bein hatte, kennt die Behandlung mit Gipsverbänden und welche Schwierigkeiten diese mit sich bringt: Der Gips ist eng, unhandlich und wenn es juckt, kommt man nicht gut an die betroffenen Stellen heran. Vom Waschen ganz zu schweigen! Moritz Rath, Absolvent der Hochschule Fresenius in Hamburg, hat sich in seiner Bachelor- und Masterarbeit mit einer innovativen Lösung für dieses Problem auseinandergesetzt – und einen maßangefertigten Gipsverband aus dem 3D-Drucker entwickelt. Darüber haben wir mit ihm gesprochen.

Sportpsychologie: Musik steigert das Flow-Erleben beim Reiten

Die Zeit verfliegt und alle Aufgaben gehen leicht von der Hand – einen solchen Flow können wir bei der Arbeit, aber auch in der Freizeit erleben, beispielsweise im Sport. Für Athleten spielt das Flow-Erleben eine wichtige Rolle und aus den unterschiedlichsten Sportarten wie Radrennfahren, Boxen oder auch Schwimmen wird davon berichtet. Flow-Erlebnisse können außerdem durch Musik gefördert werden, wie verschiedene Studien zeigen. Auch im Reitsport? Das hat Prof. Dr. Kathrin Schütz von der Hochschule Fresenius Düsseldorf nun erstmals untersucht. Unterstützt wurde sie dabei von Annika Rötters.

Es liegt mir auf der Zunge – wie Erdbeerkaugummi beim Lernen helfen kann

Gedächtnis und Geschmackssinn sind miteinander verbunden: Beim ersten Stück Apfelkuchen fühlen wir uns plötzlich an Omas Küchentisch zurückversetzt, das Softeis erinnert uns an den Sommerurlaub am Meer – und das Erdbeerkaugummi ruft uns Wörter ins Gedächtnis, die wir beim Kauen dieser Süßigkeit gelernt haben. Das zeigt Carla Geneikis mit ihrer Abschlussarbeit im Studiengang Angewandte Psychologie (B.Sc.). Die Absolventin der Hochschule Fresenius in Köln hat in einem Laborexperiment untersucht, ob Geschmacksstoffe beim Lernen und Abrufen von Informationen die Erinnerungsleistung unterstützen.