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Eintauchen in den Mikrokosmos Amateurfußball

Beim Amateurfußball kommen viele unterschiedliche Menschen zusammen. Foto: Designed by topntp26 / Freepik
Beim Amateurfußball kommen viele unterschiedliche Menschen zusammen. Foto: Designed by topntp26 / Freepik

Dem Amateurfußball wird als gesellschaftliches Feld zu wenig Beachtung geschenkt. Das sollte gerade im Weltmeisterschafts-Jahr 2018 anders sein. Eine Veranstaltung an der Hochschule Fresenius München richtet die Aufmerksamkeit auf einen Mikrokosmos, der zu oft im Schatten des Profifußballs steht.

Das Jahr 2018 ist das Jahr der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland. Auch in diesem Sommer dürfte das Mega-Event des Profifußballs medial wieder vieles andere in Deutschland in den Schatten stellen: die Politik vielleicht findet man in Berlin dann endlich die nötige Ruhe für die Regierungsbildung –, genauso wie Wirtschafts- und Gesellschaftsthemen. Dem kleinen Bruder des Profifußballs, dem Amateurfußball, dürfte dagegen etwas mehr Aufmerksamkeit zuteil werden als sonst. Schließlich wird der Deutsche Fußball-Bund, der die deutsche Nationalmannschaft zur WM entsendet, seine Medienpräsenz dazu nutzen, um darauf hinzuweisen, wie wichtig die Amateure als Unterbau für die Profis sind.

Amateurfußball im Schatten der Weltmeisterschaft

Dennoch: Mehr als eine Wo-alles-begann-Reportage, in der der unterklassige Jugendverein von Nationalspieler XY besucht wird, wird dabei kaum rumkommen. Ansonsten wird es um die Tore, Laufleistungen und Hobbies der WM-Stars gehen, es wird über Stadien und Fans berichtet werden – alles schön und gut, uns erwartet wie immer beste Unterhaltung!

Aber der Amateurfußball hat mehr Aufmerksamkeit verdient – gerade im Jahr 2018. Schließlich geht der DFB erstmals in seiner über hundertjährigen Geschichte mit mehr als sieben Millionen Mitgliedern in dieses Jahr. Zwar werden auch die Klub-Mitgliedschaften von Fans großer Profivereine in dieser Statistik erfasst. Aber genauso sei die Zahl aktiver Fußballer erneut gestiegen, wie DFB-Präsident Grindel bei der Vorstellung der Mitgliederstatistik im Sommer 2017 betonte – und er bezog sich dabei nicht auf den Profibereich.

Einblick in die Welt der Amateurfußballer

Zeit also, näher zu beleuchten, was die Millionen aktiven und passiven Mitglieder von Amateurfußballvereinen so machen. Wie sie ihr Miteinander organisieren und was sie antreibt, welchen kulturellen und sozialen Milieus sie angehören. Denn eines dürfte klar sein: In keiner anderen Sportart in Deutschland kommen so viele unterschiedliche Menschen miteinander in Berührung.

Im Rahmen von Vorträgen und Diskussionen soll die Veranstaltung „Mikrokosmos Amateurfußball“ Amateurfußballvereine als Orte der kulturellen und ethnischen Vielfalt, der Integration, des Austauschs und der Demokratiebildung in den Mittelpunkt rücken. (von Tim Frohwein)

Die Veranstaltung findet am 20.02.2018 an der Hochschule Fresenius München statt, sie ist öffentlich und kostenlos.

Das genaue Programm finden Sie hier.

Um eine kurze Anmeldung per Mail wird gebeten an: Uta.Loehrer@stmbw.bayern.de.

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