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Nachbericht zum ersten Virtual Reality Day

Ausgestattet mit einem Head-Mounted-Display und einem Force-Feedback-Gerät kann man heute von jetzt auf gleich in eine andere Welt eintauchen – die Virtual Reality macht es möglich! Um Studierende an diese neue Technologie heranzuführen, hat Dmitri Popov, Studiengangsleiter 3D-Mind & Media an der Hochschule Fresenius München, am 11.12.2015 den sogenannten „Virtual Reality Day“ organisiert. adhibeo hat im Anschluss an die Veranstaltung mit ihm gesprochen.

Noch ist Virtual Reality (VR) ein Nischenprodukt: Derzeit geht man von rund sieben Millionen VR-Nutzern aus – weltweit. „Für die Virtual Reality schlägt momentan die Stunde Null. Das Wachstum, das für die kommenden Jahre vorhergesagt wird, ist enorm“, berichtet Dmitri Popov, Studiengangsleiter 3D-Mind & Media an der Hochschule Fresenius München. Er stützt sich dabei auf Zahlen des Beratungsunternehmens KZero: Laut dessen Prognose soll die Anzahl der aktiven VR-Nutzer bis 2018 auf weltweit rund 170 Millionen anwachsen.

Klar, dass sich bei diesen Marktaussichten auch immer mehr Unternehmen mit den Möglichkeiten der Technologie auseinandersetzen, darunter viele Startups. „Die Stimmung in der VR-Branche ist derzeit ähnlich wie in der Anfangszeit des Computers in den Achtzigern und des Internets in den Neunzigern: Man ist enthusiastisch und experimentierfreudig. Gerade junge, kreative Unternehmer probieren sich aus – wer weiß, vielleicht ist unter ihnen der nächste Steve Jobs“, so Popov.

Der erste „Virtual Reality Day“: „Eine solche Veranstaltung hat es in München bislang noch nicht gegeben“

Vielleicht hielt sich einer der kommenden Stars der VR-Szene ja sogar am vergangenen Freitagnachmittag an der Hochschule Fresenius München auf. An diesem Nachmittag hatte Popov nämlich insgesamt neun VR-Unternehmen, darunter sieben Startups, aus ganz Deutschland zum „Virtual Reality Day“ eingeladen. „Eine solche Veranstaltung, an der sowohl Firmen als auch Studierende und Schüler teilnehmen können, hat es in München bislang noch nicht gegeben“, zeigt sich Popov nach dem Event stolz. Bislang hätten nur brancheninterne Meetups stattgefunden. Mit dem „Virtual Reality Day“ möchte Popov nun den Grundstein für eine Tradition legen: „Man hat gesehen, welch großen Zulauf die Veranstaltung hatte. Das ist doch ein guter Grund, den Thementag auch im nächsten Jahr wieder zu organisieren – und dann eine feste Größe daraus zu machen.“

Und in der Tat war das Audimax der Hochschule Fresenius München am Freitagnachmittag brechend voll, als die Unternehmen ihre Produkte vorstellten. Aus der Hardware-Sparte der Virtual Reality gab es 360-Grad-Kameras, Head-Mounted-Displays oder Datenhandschuhe zu bewundern; ohne eine entsprechende Software lässt sich mit diesen technischen Geräten aber natürlich nicht viel anfangen. Und so zeigten Firmen wie 7Virtual, die VR-Tochter von ProSiebenSat.1, oder Design4Real, welche schönen neuen virtuellen Welten sich programmieren lassen.

 

VR bietet Chancen für die Unterhaltungsindustrien, für das Marketing und den Bereich Bildung

„Es ist faszinierend, wie schnell man sich in einer anderen Realität befindet“, berichtet Popov und ergänzt: „Über Oculus Rift kann ich visuell in eine ganz andere Umgebung eintauchen und Force-Feedback-Geräte sorgen dafür, dass ich auch Objekte, die dort zu sehen sind, ertasten kann.“ Gerade für die Gaming-Branche sei VR deswegen eine interessante Technologie. „Aber natürlich werden auch in anderen Unterhaltungsindustrien, wie der Film- oder der Pornoindustrie, VR-basierte Business-Modelle Erfolg haben“, prognostiziert Popov. Außerdem ließe sich die Technologie auch sehr gut in den Bereichen Marketing und Bildung anwenden. „Die Deutsche Bahn arbeitet ihre neuen Angestellten schon heute mit Hilfe von VR-Anwendungen in ihre Arbeitsaufgaben ein“, weiß Popov.

Er freut sich auf das, was auf dem Gebiet der Virtual Reality in den kommenden Jahren zu erwarten ist und vergleicht die heutige Situation der Technologie mit der des Films Ende des 19. Jahrhunderts: „Als die Gebrüder Lumière damals ihre ersten Filme aufführten, war die Begeisterung – trotz der Skepsis gegenüber der neuen Technologie – ähnlich groß wie jetzt. Aber auch damals reichten die technischen Möglichkeiten noch nicht aus, um massenhaft Menschen anzulocken.“

Blickt man auf die Erfolgsgeschichte des Films, die nur wenige Jahre später begann, wird klar, welches Potential Popov der Virtual Reality zutraut.

Was man mit Virtual Reality im Bereich Unterhaltung so alles anstellen kann, zeigt dieses Werbevideo des Freizeitparks The Void:

 

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